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Im
Frühjahr 2006 stattete das Büdinger 50er-Jahre-Museum
die Büro-Sonderausstellung auf der weltgrößten
Papier- und Büromesse "Paperworld" in
Frankfurt am Main aus.
Mehr als 60.000 internationale Besucher dieser Schau
der neuesten Produkte für Büro-, Schul- und
Künstlerbedarf wurden auf 800 Quadratmetern Sonderausstellungsfläche
in die Bürowelt der 50er Jahre versetzt.
In eine Zeit, in der Computer und Handys noch unvorstellbar
waren.
Mit viele Liebe zum Detail wurde den Besuchern eine
komplette Bürolandschaft von der Pförtnerloge
bis zum großzügigen Chefzimmer (s. rechts
unten) geboten. Auch das Schreibzimmer mit sechs Plätzen
für die Stenotypistinnen fehlte nicht (s. unten).
Der
Rundgang führte über den Pförtnerraum
mit Stechuhr und Telefonnanlage, vor dem stilecht Fahrräder
und Motorroller auf den Feierabend warteten, zur Abteilung
"Versand und Registratur" mit monströsem
Fernschreiber und Aktenvernichter. Im Raum des Buchhalters
fanden sich Rechenmaschine, Gehaltszettel und Lohntüten.
An der Garderobe der Chefsekretärin hing ein Pelzjäckchen,
während die Stenotypistinnen einfache Regenmäntel
trugen. Im Vorzimmer stand das Melittageschirr für
den Kaffee bereit, während der Chef in einem beeindruckenden
Büro mit edlem Schreibtisch, weißem Telefon,
Mamorutensilien und kleiner Bar mit gemütlicher
Sitzecke residierte. Alles so arrangiert als wäre
der Arbeitsplatz nur eben kurz verlassen worden.
Zusätzlich
komplettierten Vitrinen mit Bürozubehör, Briefen,
Päckchen und Stempeln die Ausstellung.
Die
älteren Besucher der Messe konnten sich noch an
viele Geräte erinnern. "Damit habe ich noch
geschrieben", hörte man oft. Während
die jüngeren unbekümmert in den gemütlichen
Sesseln Platz nahmen und per Handy mitJapan oder Südamerika
telefonierten. Denn auch für das leibliche Wohl
sorgte das 50er-Jahre-Museum: Eine Cafeteria mit Milchbar
(s. rechts oben) und kleinen Snacks lud im 50er-Jahre-Ambiente
zu kurzen Verschnaufspausen oder Geschäftsgesprächen
ein.
Familie
Arbeiter vom 50er-Jahre-Museum, Herr Reichholdt, Objektdirektor
der "Paperworld" und die vielen begeisterten
Besucher waren sich einig - eine rundum gelungene Ausstellung
in einem ungewöhnlichen Rahmen.
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